RIP 2000 in Nürnberg

Als ich am Freitag gegen 10 Uhr in Nürnberg ankam, glaubte ich meinen Ohren nicht.
Da fragte mich der Parkplatzwächter ob ich im Zelt oder im Auto schlafe.
Worauf er die Antwort „im Auto“ bekam.
Dann müsse ich DM 50.- Bezahlen! Die doppelte Parkgebühr. Dies sagte er ohne jede Begründung.
Und um den nachfolgenden Verkehr nicht aufzuhalten, zahlte ich und fuhr weiter.
Der Parkplatz war um diese Zeit schon sehr voll, im Gegensatz zum letzten Jahr.
Nach einer guten halben Stunde Fahrzeit auf dem Parkplatz fand ich dann endlich einen geeigneten Platz, an dem man noch ein Zelt hinterm Auto aufbauen konnte.
Dies muss bei DM 50.- schon drin sein, da ja das Auto nicht den doppelten Platz wegnimmt, wenn ich darin schlafe.
Nach etwa zwei Stunden Wartezeit, kam dann auch endlich mein Bruder mit seiner Frau, denen ich bis dahin noch einen Platz neben meinem Auto freihielt.
Nach dem ersten Parkplatzfrust war dann die Stimmung schon etwas besser.
Liegt wohl am Rock im Park feeling.

Obwohl dieses Jahr die Musik eigentlich nicht so überwältigend war, war es doch wieder
RIP live.
Die Bildzeitung schrieb über den Freitag
„55 000 rockten durch die heißeste Nacht des Jahres“.
Sting haben Sie gar nicht erwähnt, dafür wurde Santana in den Himmel gelobt.
Mir persönlich hat Sting als Headliner viel besser gefallen, besonders als er anfing Mack the Knife auf deutsch zu singen.
Einfach nur geil.

Die Bierpreise lagen dieses Jahr bei DM 5,50.- für 0,4l.

Am Samstag waren dann endlich die Hosen mit ihrem Auftritt dran, aber leider spielten Sie nur bis kurz vor 23:00 Uhr.
Danach ging ich noch ins Disco Zelt. War echt eine geile Stimmung und gute Musik darin.
Die hatten auch den längsten Betrieb, bis 4:00 Uhr früh.

Campino hat sich am nächsten Tag bei Rock am Ring das Kreuzband gerissen, aber trotzdem bis zum Bitteren Ende durchgehalten.
Respekt

Am Sonntag hätte ich mir das mit dem Duschen doch noch mal überlegen sollen.
Da kam man für DM 3.- zwar in den Bereich der Duschen, aber nicht zum Duschen.
Normalerweise waren da zwei Duschcontainer für die Frauen und zwei für die Männer.
Normalerweise, aber nicht so an diesem Sonntag Morgen.
Da wurden alle vier Container für die ca. 200 Frauen freigegeben,
und die ca. 20 Männer ließ man, nachdem sie bezahlt hatten, ungefähr 1,5 Stunden in der prallen Sonne warten.
Da in den Containern auch Spiegel hingen, kann Mann sich ja vorstellen was die Frauen solange in den Containern machten.
Im Schnitt brauchten sie ca. 30 Min.
Ich glaube nicht, dass sie solange unter der Dusche standen,
bei einer Wassertemperatur kurz vor dem Gefrierpunkt.
Na ja, wie schon erwähnt,
nach ca. 90 Min. entschloss man sich dann doch einen Container für die Männer freizumachen.

Ich glaube, dies war das heißeste RIP überhaupt.
Erst am Sonntag gab es etwas Abkühlung durch einige Regenschauer.

Wo sind all die HELGA Fans?

Die waren diesmal nicht so stark vertreten,
obwohl etwa 10 000 Leute mehr da waren als letztes Jahr.

Die Polizei meldete
„das friedlichste RIP überhaupt“
Es gab lediglich Schnittwunden durch herumliegende Glassplitter und Hitzekollaps.
Aber bei sieben Ärzten und 14 Sanitätern gab es ja eine gute Versorgung der Verwundeten.

Alles in allem, werde ich nächstes Jahr wahrscheinlich wieder zu RIP fahren.

Also, an alle RIP Fans

CU@RIP2001



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